Sportplatz-Grünfläche nicht bebauen und nicht versiegeln

Die Neckarauer Bürgerinitiative Sportplatz Rheingoldstraße hat sich auf ihrer Bürgerversammlung am 4. November 2013 mit großer Mehrheit gegen die Wohn-Bebauungspläne der Stadt Mannheim ausgesprochen, wonach die Grasfläche der derzeitigen städtischen Sportanlage in ca. 30 Bauplätze für ‚gehobene‘ Einfamilienhäuser umgewandelt bzw. verkauft werden soll. Die Bürgerinitiative befürwortet stattdessen aus ökologischen, klimatischen, abwasserwirtschaftlichen und nicht zuletzt aus Freizeit-Gründen, die Grünfläche der Öffentlichkeit zu öffnen, sollte künftig kein Bedarf mehr für die derzeitige sportliche Nutzung bestehen.

Die Bürgerinitiative erachtet als höchst widersprüchlich, dass die Stadt im Rahmen der Konversion bzw. der Bundesgartenschau-Bewerbung östlich des Neckars zugunsten des Stadtklimas großzügige Grünzüge propagiert, östlich des Rheines auf dem gleichen Breitengrad dagegen offenbar keine Bedenken hat, letzte Klima-Oasen wie den Sportplatz Rheingoldstraße im klimatisch ohnehin stark benachteiligten Neckarau durch Bebauung zu versiegeln und als lokale Mikroklima-Quelle zu opfern.

Die beteiligten Neckarauer Bürger bezweifeln zudem die Angaben der Stadt Mannheim in der Sitzung des Bezirksbeirates Neckarau Anfang September, wonach sich das zusätzliche Verkehrsaufkommen, das eine Bebauung nach sich zieht, in Grenzen halten werde. Schon heute sind erfahrungsgemäß Rheingoldstraße und die Alternativroute Neckarauer Waldweg in Zeiten des Berufsverkehrs sowie zusätzlich insbesondere in den Sommermonaten durch den Verkehr zum und vom Strandbad überlastet.

Die Bürgerversammlung hat im übrigen den bisherigen Initiatoren der Bürgerinitiative Sportplatz Rheingoldstraße einstimmig das Mandat erteilt, als gleichberechtigte Mitglieder des Vorstandsteams auch künftig die Interessen der Bürgerinitiative zu vertreten

buergerinitiative

– den Bürgern (v. l. n. r.) Manfred Rompel, Johannes Walter, Lutz Franke, Christian Kiefer und Albrecht Boss (nicht auf dem Foto).